Attacke auf Bürogebäude von ThyssenKrupp Industrial Solutions AG

Attacke auf Bürogebäude von ThyssenKrupp Industrial Solutions AG

Sommer fuer Sonja und Sybille:
Heute haben wir das Eingangsportal der Zentrale der ThyssenKrupp Industrial Solutions AG in der Großen Elbstraße 61-63 in der Hansestadt Hamburg demoliert. Dabei wurden Türen und Fenster eingeschlagen. Ca. zwei Dutzend Flaschen verteilten wir an der Häuserfront, um den Sitz des Rüstungskonzerns zu kennzeichnen. Der Durchgangsverkehr vor dem Gebäude wurde mit brennenden Barrikaden blockiert.


War starts here - let's stop it here

 


 

 

ThyssenKrupp ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer in der Produktion nichtnuklearer U-Boote. Seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts haben die zum Konzern gehörenden Unternehmen mehr als 150 U-Boote hergestellt. Im Mai 2013 wurde auf der HDW-Werft in Kiel das sechste U-Boot des Typs 212A an die deutsche Marine abgeliefert. ThyssenKrupp ist der Hauptproduzent von Überwasserkriegsschiffen für die deutschen Seestreitkräfte. In den letzten 30 Jahren wurden an die 150 Korvetten, Fregatten, etc. in alle Regionen der Welt verkauft.


Im Ranking des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI), welches seit 1990 die größten Waffenhersteller der Welt listet, nimmt ThyssenKrupp den Platz 49 ein, mit einem Umsatz von 2,1 Milliarden Euro im Jahr 2011. Im deutschen Kriegsgeschäft nimmt der Konzern hinter EADS und Rheinmetall den dritten Platz ein. ThyssenKrupp hat sich von seinem Yacht- und Handelsschiffbau getrennt und fokussiert sich jetzt gänzlich auf die Fertigung von Marineschiffen. Die Zentrale verließ den vorherigen Standort Blohm+Voss und residiert nun unter dem Namen ThyssenKrupp Industrial Solutions an der Großen Elbstraße.


Unter diesem Namen werden die Aktivitäten von HDW, Blohm+Voss Naval und Kockums gebündelt. Auf der anderen Elbseite fabriziert der "zivile" Teil von Blohm+Voss als Auftragsnehmer unter der Regie des Finanzinvestors Star Capital die neuen Fregatten für die Bundesmarine. In den Auftragsbüchern des Rüstungsriesen finden sich Bestellungen für U-Boote und Fregatten um die 10 Milliarden Euro bis zum Jahr 2017. Die Interessenten sind universal zu finden: Südkorea, Vereinigte Arabische Emirate, Indien, Pakistan,... Das autoritäre Regime Algeriens lässt in Kiel zwei Fregatten produzieren. Die Auslieferung soll 2020 erfolgen. Vorort, wo bereits ein Konsortium von MAN und Rheinmetall den Tansportpanzer "Fuchs" baut, ist von ThyssenKrupp eine Dependance eingerichtet worden. Ende 2012 trudelte noch die Order für den Bau von zwei U-Booten aus Ägypten ein.


Deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt

 



Der NATO-Partner Türkei ist ein bedeutendes Empfängerland deutscher Waffenexporte. ThyssenKrupp hat in der Vergangenheit die türkische U-Bootflotte aufgebaut und wird in der Zukunft 6 U-Boote an den Start bringen.

 


Die Liste der milliardenschweren Waffenlieferungen an die türkische Armee und Polizei ist nahezu endlos: Heckler+Koch und Rheinmetall ließen mehrere hunderttausend Schnellfeuergewehre in Lizenz vom türkischen Staatskonzern MKEK fertigen, u.a. das Standardgewehr der türkischen Armee G3 und die Maschinenpistole MP5; Krauss Maffei Wegmann lieferte mehrere hundert Leopard 1 und Leopard 2 Panzer; EADS baut mit Turkish Aerospace Industries (TAI) die Drohne TALARION; Daimler liefert Militärunimogs; MTU, Rheinmetall und RENK sind an der Entwicklung und Herstellung des neuen türkischen Kampfpanzers ALTAY beteiligt; geliefert wurden Torpedos, LKW, Brückenpanzer, Patroullienboote, Munition; die Restbestände der NVA gab es sogar geschenkt...


Militär und Polizei wurden von deutschen Repressionskräften, u.a. der GSG9, ausgebildet. Das BKA organisiert Lehrgänge und Austauschprogramme zur Aufstandsbekämpfung für die türkischen "Sicherheitsbehörden" und verschenkte so nebenher Observations- und Computertechnik, Diensthunde und Schutzwesten für 300.000,- Euro. Jährlich wird Pfefferspray mit den zugehörigen Abschussgeräten für 140.000,- Euro an den Bosporus exportiert.

Der Krieg der türkischen Armee gegen den kurdischen Befreiungskampf, die Aufrüstung gegen Aufstandsbewegungen und Guerilla in der Türkei hat viel Geld in die Kassen deutscher Rüstungskonzerne gespült.

Mit unserer Aktion gegen ThyssenKrupp wollen wir auch unsere Solidarität mit der Junirevolte in der Türkei ausdrücken und militante Grüße nach Istanbul, Ankara, Amed, Eskisehir,... senden. Die Kämpfe sind noch nicht vorbei. In Stadtteilversammlungen wird über die weiteren Schritte diskutiert und erneut gab es Versuche, den Gezi-Park wiederzubesetzen. Unsere Solidarität gilt den vielen Verhafteten und durch Polizeigewalt Verletzten. Bis Ende Juni haben die Bullen 130.000 (!) Patronen Reizgas verschossen. Viele Menschen erlitten durch die Geschosse schwere Kopfverletzungen oder verloren ihr Augenlicht. Anfang Juli wurden über 40 Tonnen neues Gas bestellt.


Wir werden die von den Bullen ermordeten Mehmet Ayvalitas, Abdullah Cömert, Ethem Sarisülük, Medini Yildirim und Ismail Korkmarz im Gedächtnis behalten!

                        - özgürlük için omuz omuza her yer direniş! -
                                                çapulcu, 1.8.2013


Wir fordern die sofortige Freilassung von Sonja und Sybille, die wegen ihrer unversöhnlichen und kompromisslosen Haltung gegenüber der deutschen Justiz in Frankfurt eingeknastet sind. Gegen Sonja Suder läuft ein Prozess wegen Mitgliedschaft in den Revolutionären Zellen (RZ). Die RZ und die Rote Zora haben in den 70er, 80er und 90er Jahren viele Aktionen gegen NATO-Infrastruktur, Rüstungsfirmen (u.a. gegen die Kriegswerft Lürssen wegen der Lieferung von Kriegsgerät in die Türkei) und Militäreinrichtungen durchgeführt. Sie sind Teil der Geschichte militanter antimilitaristischer Kämpfe in der BRD.

                        - Sommer für Sonja und Sybille!

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Thyssen Krupp hat aber auch von israel eine auszeichnung bekommen, da sie damals zwangsarbeiter beschäftigt haben um sie vor dem tod durch vergasen zu retten

zudem haben die revolutionären Zellen auch Richtern die KJnie zerschossen, also falls Ihr so jemanden unterstützen wollt, na ja