Wormatia, Jugendorganisationen, Pfaffen und Antifa sabotieren Naziaufmarsch in Worms

Antifaschistische Demo in Worms

Am Samstag, den 18.02 mobilisierten Nazis der NPD, des „Aktionsbüro Rhein-Neckar“ und aus deren Umfeld zu einer Ersatzveranstaltung für den verhinderten Aufmarsch in Dresden. Sie wollten einem angeblichen alliierten „Bombenholocaust“ im Zweiten Weltkrieg gedenken, damit die Geschichte verfälschen und den Nationalsozialismus verharmlosen. Dem Aufmarsch der Nazis stellten sich ca. 400 Menschen entgegen. Eine Kundgebung des „Bündnis gegen Naziaufmärsche“ endete leider schon weit vor Beginn der angemeldeten Nazidemonstration. Entgegen den Aussagen dort, man wolle sich den Nazis entgegenstellen, verließen die meisten der Teilnehmer_innen den Bahnhofsvorplatz bereits gegen 12:00 Uhr. Entschlossene Antifaschist_innen konnten den Aufmarsch der Nazis erheblich stören und so einen frühen Abbruch erzwingen. Mit zwei Spontandemonstrationen setzten sie zudem ein deutliches Zeichen gegen Geschichtsrevisionismus, Rassismus, Faschismus und Antisemitismus.

 

Antifaschistische Kundgebung in Mannheim
Bereits am frühen morgen um 9:00 Uhr startete der Tag für ca. 60 Antifaschist_innen in Mannheim. Bei einer Kundgebung am Hauptbahnhof, die als Treffpunkt für die Anreise nach Worms diente, wurden in Redebeiträgen die Aufmärsche von Dresden und Worms thematisiert. Es sprachen Vertreter_innen von AK Antifa Mannheim, Antifajugend Ludwigshafen/Mannheim, Bündnis gegen Abschiebungen Mannheim, dem Kreisverband der Grünen und der Landtagsabgeordnete Wolfgang Raufelder.


Unsolidarisches Verhalten
Ab 11:00 Uhr fand in Worms eine Kundgebung des „Bündnis gegen Naziaufmärsche“ statt, die leider schon weit vor Beginn der Nazidemonstration wieder aufgelöst wurde. Die Veranstalter_innen beschränkten sich darauf, am Vormittag mitzuteilen, dass Nazis nicht willkommen seien, dies behaupteten sie aber auch von den „bösen auswärtigen Autonomen“. Sie hielten es andererseits aber nicht für notwendig, sich selbst aktiv den Nazis in den Weg zu stellen. Dieses unsolidarische Verhalten, führte dazu, dass mehrere junge Menschen Probleme mit Platzverweisen bekamen, da es ab 12 Uhr keinen offiziell angemeldeten Anlaufpunkt in der Stadt mehr gab. Einige Organisationen und Teilnehmer_innen entschlossen sich deshalb, eigenständig und trotz der Gefahr der Repression durch die Polizei die Nazis in der Weststadt zu blockieren.


Naziaufmarsch blockiert!
Gleichzeitig organisierte die Grüne Jugend am Eingang zur Fußgängerzone eine Suppenküche, die sich bei den herrschenden Temperaturen großer Beliebtheit erfreute. Dieser Ort konnte so auch den Tag über als Anlaufpunkt für Antifaschist_innen dienen.
Etwa 200 Menschen konnten auf der Westseite der Bahngleise mehrere Blockaden aufstellen. Es gab spontane Demonstrationen, aus einigen Straßen stiegen kleine Rauchsäulen auf. Als die Nazis dann ihre Kundgebung abhalten wollten, läutete eine engagierte Pfarrerin die Glocken ihrer Kirche direkt neben der Naziroute. Die „Schweigeminute“ der Nazis ging im Glockengeläut unter. Die wütenden Faschisten brachen darauf hin offenbar ihre Veranstaltung ab, begannen Rangeleien und scheiterten, so dass sie unverrichteter Dinge den Heimweg antreten mussten. Das ab 15:00 stattfindende Fußballspiel Wormatia Worms gegen FC Bayern Alzenau (Wormatia hat 4:2 gewonnen!) war für die Polizei ein zusätzlicher Anlass, die Nazidemo frühzeitig zu beenden.


Das Scheitern der Nazis
In Dresden fand an diesem Samstag kein Naziaufmarsch statt. Der ehemals größte Naziaufmarsch Europas konnte durch antifaschistische Blockaden 2010 und 2011 gestoppt werden und fiel in diesem Jahr aus. Auch wir hatten die letzten Jahre nach Dresden mobilisiert und sehen dies als großen antifaschistischen Erfolg. Die Nazis waren in diesem Jahr nicht in der Lage, alternative Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Ihr Aufmarsch am vergangenen Montag in Dresden wurde durch Blockaden verkürzt. Heute gab es offenbar nur einen verkürzten Aufmarsch in Gera, in Worms wurde er durch Blockaden gestoppt.
Die Teilnehmer_innen des Naziaufmarsches in Worms reisten vor allem aus den Regionen Vorderpfalz/Ludwigshafen, Südhessen/Biblis und Rheinhessen/Alzey an. Die Veranstaltung war vom „Aktionsbüro Rhein-Neckar“ um deren Chef Matthias Herrmann organisiert worden, eine Organisation, die sich mit der NPD eng überschneidet. Nach ihrem Scheitern versuchten sie in Ludwigshafen eine Ersatzveranstaltung für die Ersatzveranstaltung zu machen. Auch hierbei taten sich insbesondere Kader des „Aktionsbüro Rhein-Neckar“ hervor. Auch hier scheiterten sie.


Erfolgsrezept (fast) nach Dresdner Vorbild
Wieder einmal führten breite und solidarische Blockadeaktionen im Zusammenspiel mit militanten Aktionen, Spontandemos und zivilem Ungehorsam zum antifaschistischen Erfolg. Auch die unsolidarisch ausgestaltete und wenig hilfreiche Kundgebung des „Bündnis gegen Naziaufmärsche“ konnte den Gesamteindruck kaum trüben. Die engagierte und motivierte Beteiligung vor allem der Jugendorganisationen von ver.di, Jusos, Grüne Jugend, Solid, Falken sowie der Antifagruppen und anderen linken Organisationen, die sich im Bündnis „Nazis wegschunkeln“ zusammengefunden hatten, führte schließlich zu einem positiven Ergebnis, mit dem nicht unbedingt zu rechnen war.


Resümee
Eine Sprecherin des AK Antifa dazu: „Wir freuen uns, dass so viele junge Menschen heute gegen Nazis auf der Straße waren und sich engagiert und entschlossen dem Aufmarsch entgegenstellten. Absolut unverständlich ist uns die Haltung der Organisator_innen des „Bündnis gegen Naziaufmärsche“. Mit ihren Reden und Entscheidungen haben sie sich von großen Teilen der Antifaschist_innen entsolidarisiert und sogar Menschen indirekt in Gefahr gebracht. Stattdessen hat die Jugend dafür gesorgt, dass die Nazidemo nur stark verkürzt stattfinden konnte und ihre faschistische Hetze im Glockengebimmel untergegangen ist. Mit warmen Worten und Abgrenzung von anderen Demonstrationsformen lassen sich keine Nazis stoppen. Mit solidarischen und entschlossenen Blockaden schon.“

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Gibt es noch mehr Fotos von den Nazis?

Schreib doch die Gruppen verschlüsselt via Mail an, dann ist die Erfolgschance eine Antwort zu bekommen deutlich höher als bei einem anonymen linksunten-Kommentar ;-).

hey,

 

das war echt ein gelungener Tag in Dresden, Worms, Gera usw!

Super, dass ihr noch was Gescheites hinbekommen habt in Worms, nachdem der Protest zunächst so stark manipuliert wurde...

Was echt heftig war, ist die Tatsache, dass es eine erhebliche Polizeipräsenz vor allem bei der friedlichen Kundgebung gab. Trotz dieses Aufmarsches schaffte es eine Gruppe von 4-5 Neonazis auf diese Kundgebung, sie standen dort etwa 3-4 Minuten bis eine Polizeieinsatztruppe eingriff. Als diese weg mussten, schubsten sie Passanten und friedliche Demonstranten an, die Polizei griff hier nicht weiter ein. Im Grunde genommen haben die Polizisten, die die Demo schützen sollten eine Haltung angenommen, die sich gegen die Demonstranten dargestellt hat, da sie sehr weit entfernt waren und auf sie schauten.

Im Übrigen glaube ich, dass einer dieser Schlägertrupps auf den Fotos zu sehen ist. Das Bild hat die Bezeichnung "So sehen...".

Der Typ hat den rot-gelben Schall.

Hi, was meinst du mit Schlägertrupps? Gab es Übergriffe?

jepp, das waren eindeutig Rechtsextreme auf der Demo, die mindestens eine friedliche Demonstrantin angegriffen haben. Im Übrigen standen dort auch Jusos und die grüne Jugend! Wenn das keine Schlägertrupps waren, dann weiß ich auch nicht mehr, was der Begriff heißen soll. Im Übrigen wurde die Gruppe von der Polizei auch als solche erkannt, sie haben auch sofort verstanden (abgenickt), warum sie nicht da stehen durften.

Um ca. 11 Uhr waren in der Nähe und in der gesamten Innenstadt Nazis unterwegs.. Thor Steinar und alles mögliche.. und die Bullen haben einen Scheiß gemacht.

Die Polizei die die friedliche Demo schützen sollte, war meiner Ansicht hauptsächlich damit beschäftigt die Demonstranten von der Kundgebung fernzuhalten und zu beeinflussen und die Demonstranten nicht von diesen Kleinkriminellen zu beschützen, die hätten Leute angreifen können und es hätte ne halbe Minute gedauert, bis die Polizei da gewesen wäre (10 Meter von der Bühne) entfernt. Heftig ist auf der anderen Seite wie gut geschützt die Neonazis selbst waren, wenn man sich die Bilder anschaut. Was ist eigentlich Versammlungsschutz?

Hi,

meinst du diese Person?

1-11-2

 

Stieg mit mehreren anderen Nazis in die Regionalbahn 28178 nach Bensheim (über Hofheim - Bürstadt) um 16.17 Uhr.

Habe auf linksunten folgenden Artikel gefunden:
https://linksunten.indymedia.org/de/node/49496

Und wenn man auf diesen Anhang (https://linksunten.indymedia.org/de/system/files/data/2011/10/2071641958...) klickt, kommt man auf den Outingflyer von Franko Naujeck. Fotos einfach vergleichen, sieht der Person aufjedenfall mal sehr ähnlich und die Richtung der Regionalbahn (Bensheim/Bergstraße) stimmt auch.

Dummheit schützt nicht vor Strafe.

http://www.youtube.com/watch?v=tLbFC1CTVPY Schaut mal etwa ab Minute 2:14. Da wird ein Mann mit dem Schall für seine Taten bestraft.

Hier noch ein Bild auf flickr von drei Nazis, die nach der Auflösung ihrer Kundgebung auf Antifaschisten zugerannt kamen (getrennt von einer Bullenkette), aber ca. 5-10 Meter vor dieser dann doch lieber eine Kehrtwende vollzogen:

http://www.flickr.com/photos/agfreiburg/6910731783/in/set-72157629375919297

Fordert dieses 'Bündnis gegen Naziaufmärsche' mit Nachdruck auf, seinen Namen zu ändern. Ein 'Bündnis gegen Extremismus' ist a) der passende Titel und bietet b) einem Bündnis gegen Naziaufmärsche, dann unter Beteiligung linker Antifaschist_Innen, die Chance, zukünftig im Bündnis gegen Naziaufmärsche auch erfolgreich zu sein. Laßt euch das nicht gefallen, nutzt die Zeit vor dem nächsten Aufmarsch, um die politische Situation vor Ort zuklären. ExtremistInnenausgrenzung, die sich auch und bestenfalls vorallem gegen rechts wenden muß, ist erfolgloser Pseudo-Antifaschismus und wird es auch bleiben.

Dazu aus dem Nachbericht des Bündnisses „Nazis wegschunkeln“:

„Solidarität hat sich wieder einmal ausgezahlt,“ fühlt sich Sophia Steinmetz, Sprecherin der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz bestätigt. „Wie in Dresden oder auch 2009 in Mainz gelangen die Blockaden, gerade weil Leute aus den unterschiedlichsten Spektren zusammenhielten und sich nicht in gute und böse Demonstrantinnen und Demonstranten spalten ließen,“ so Christian Busch von der ver.di-Jugend Rheinland-Pfalz.

 

Auch Julian Schwering, stellvertretender Vorsitzender der rheinland-pfälzischen Jusos, zieht ein positives Fazit, hofft für die Zukunft aber auf eine bessere Zusammenarbeit mit der Lokalpolitik: „Nur so kann es gelingen, rechtes Gedankengut dauerhaft zurückzudrängen. Was anderswo selbstverständlich ist, muss auch hier in Worms möglich sein.“ Die Kundgebung des Wormser „Bündnisses gegen Naziaufmärsche“ am Hauptbahnhof wurde von vielen Beteiligten kritisiert: „Nach anderthalb Stunden Politikerreden waren die meisten schon wieder auf dem Heimweg, als die Nazis noch nicht einmal losmarschiert waren,“ empört sich Anne, Studentin aus Mainz, „das ist nicht nur unsolidarisch, es grenzt an Augenwischerei!

Das ist offensichtlich Konsens unter den Gruppen, von ver.di und Jusos bis Antifa.

 

Ich befürchte nur, dass der Wormser Klüngel wie immer zur Tagesordnung übergeht - schließlich haben die lokalen Hofberichterstatter ihren Job mal wieder vorbildlich erfüllt:

Wer ist denn bitte an den 20 Antifaschistinnen und Antifaschisten auf diesem Baugrundstück vorbeigelaufen?! Als hätten sie nicht gesehen, dass sie zusammengedrückt werden und von 30 BFE behelmten Bullen festgehalten werden, die teilweise die Schlagstöcke schon ausgepackt hatten.. nein, die Leute wurden ja auch nicht von oben bis unten befummelt und durchsucht, nein auch nicht abgefilmt usw.

fuck jusos! die sollen sich verpissen! wären die auf der seite der antifas gewesen, hätten sie wenigstens bisschen die bullen beschäftigt und wären nicht lächelnd weitergelaufen!

hab das "Spektakel" die BFE da veranstaltet hat die ganze Zeit im Auge behalten, mensch weiß ja, dass es in solchen Situationen gerne mal zu dem ein oder anderen "Unfall" komt wenn die Damen und Herren sich unbeobachtet fühlen. Sehr rabiates Vorgehen, übelst zusammen gepfercht und massive Kontrolle mit teilweisem Ausziehen der Schuhe usw. Danach EKD-Behandlung mit Abfotografieren und Feststellung der Personalien und mündlichem Platzverweis für die Genoss_innen. Völlig überzogenes Vorgehen der Bullizei, wie auch sonst mehrfach beobachtet. Nachdem ca. 2/3 der Leute kontrolliert und "bearbeitet" waren wurde der Rest offensichtlich so aus dem "Kessel" gelassen. Willkür at its best...

 

Zum Thema Jusos: Fickt euch!

Ich habe den Kessel und massiven BFE-Einsatz auf der Brachfläche ebenfalls bebachtet. Ebenso das Vorbeigehen von etwa 20-25 lächelnden Jusos, welche keinerlei Solidarität mit den Gekesselten zeigten. Das ist wirklich unter aller Sau!

lol. die 20 bis 30 Genossinnen und Genossen wurden von ca. 100 Bullen, dutzende Wannen und 'nem Helli verfolgt. Die hätten sich mal lieber um die prügelnden Nazihorden in der City kümmern sollen!

Und noch was: die Herren und Damen der "CDU" waren mit Plakaten "Gegen Extremismus" auf der Kundgebung des (bürgerlichen) Bündnisses anwesend. Wieso werden die, die Mitschuld an der momentanen Lage haben, nicht von antinazi-Protesten (des unsolidarischen Bündnisses) vertrieben? Die ihre Parteikameraden laufen doch gerne mal bei "NPD" und co. mit.

Außerdem frage ich mich, wieso die Grünen auf ihr Büro verzichtet haben, nur weil es die Cops so wollten?

Im nachhinein hätten sie wieder alle rumgeheult, wenn die Nazis gelaufen wären, dass gestern war ja nur 'n kleiner Spaziergang. Den gestrigen Erfolg hat man den Dutzenden radikalen Antifaschistinnen und Antifaschisten, ob alt oder jung,  zu verdanken.

Und auch von mir: fickt euch Jusos! Das war sowas von saumäßig unsolidarisch!

Was hätten denn bitte die kleine Gruppe Jusos, etwa ebenfalls 20 Leute, an der Einkesselung der 20 anderen Antifaschisten, durchgeführt von einer kompletten BFE-Truppe (ca. 30 Bullen, nur Männer), ändern sollen? Zudem war das Gelände mit weiteren zur Sicherung der Sperren eingesetzten Bereitschaftspolizisten flankiert. Die Jusos wären doch maximal dazugeschoben worden und wären auch eingekesselt gewesen. Das hat sogar der Gruppenführer der BFE mit seinen Kollegen diskutiert. Die Jusos können froh sein, dass es nicht so gekommen ist.

Oder hätten sie die BFE-Gruppe, sowie die Sicherungs-Bullen militant mit wehenden Juso-Fahnen angreifen sollen? Also etwas, was die eingekesselten 20 Antifas auch nicht geschafft haben...

Verstehe nicht, was hier für euch das Problem ist... Ist halt doof gelaufen und man hätte besser versuchen sollen sich (früher) zu zerstreuen. Aber diesen Fehler den Jusos anzukreiden ist halt einfach nur arm. Und falls welche von denen "gelacht" haben, dann doch nicht, weil die Bullen Antifas geschnappt haben...

Ich glaube euch ja, dass ihr angepisst seit von den Leuten die da lächerlnd vorbei gelaufne sind. Und das zurecht.

 

Allerdings ist die andere Seite der Medallie eben auch, dass die Jusos (ob es die gleichen waren weiß ich nicht) später mit ihrer Ortskenntnis und ihrer Entschlossenheit einen großen Teil dazu beigetragen haben, dass die Proteste in Worms so erfolgreich waren.

 

Lasst euch nicht Spalten von ein paar Idioten, die so eine scheiße abziehen.

Ich war selbst in dem Kessel und fand es jetzt auch nicht den Hit, dass die Leute einfach weitergegangen sind. Ob es nun alles Jusos waren und ob sie spöttisch oder sympathisierend gelächelt haben, das konnte ich nicht sehen. Aber es war offensichtlich, dass wir nicht in ärgerer Not waren, und sie auch nichts hätten ausrichten können. Ich würde es daher nicht zu hoch hängen wollen. Vor allem aber finde ich's - bei allen politischen Differenzen - daneben, es auf "die Jusos" zu verallgemeinern.

Es waren einfach ein paar Leute, denen auch ich gerne sagen möchte: Bleibt das nächste Mal doch stehen - es ist einfach eine solidarische Geste, und wenn Ihr mal im Kessel landet, freut Ihr Euch auch, wenn andere stehenbleiben.

Ja, sicher brauchen die ein bisschen Nachhilfe und hilfreiche Unterstützung, um auch andere Positionen als die eigene zum Geschehen aufzunehmen und anzuerkennen. Aber es sollte versucht werden. Nützlich kann ein Hinweis sein, dass es so günstige Gelegenheiten zum Fahnenschwenken und Antifaschistsein jeden Tag gibt und dass während eines Naziaufmarsches, Solidarität auch die außerparlamtarische Linke mit einschließt. Wird das nicht angenommen, so ist von einem autoritären Demokratieverständnis im Bündnis auszugehen und das zu thematisieren. Ein autoritäres Demokratieverständnis (Wer Antifaschist ist, bestimmen wir)  ist dann auch die Erklärung für dieses merkwürdige Verhalten in solchen Bündnissen wie auch Angriffspunkt.

Gibts die Bilder auch in Originalgröße?

... dass bei einem Durchbruchsversuch von Gegendemonstrant_innen im Kirchgartenweg, von Seitens der Polizei willkürlich Pfefferspray in die Menge gesprüht wurde! Danach wurden die Antifaschist_innen auch außerhalb der Polizeiabsperrungen über 10 Minuten von mehreren Wannen sowie zahlreichen Bullen verfolgt, wobei es auch zu Schlagstockeinsätzen und Festnahmen kam! All dies ereignete sich noch lange bevor die Nazis überhaupt losliefen.

Auch wenn ich nicht bei euch nicht mitarbeiten kann: großes Lob für euch.  Bin bei fast allen Demonstrationen der letzten Jahre hier dabei gewesen.

Was ich gestern erlebt habe, war aber ziemlich neu. Ich wurde plötzlich "dem linken Spektrum" zugeordnet, Ausweis kontrolliert. Auf die Frage, wie die Herren darauf kommen: ich hätte hier schon länger gestanden (in der Nähe der Gleise) und das wäre nicht erlaubt. Von zwei Bullen und Motorrad aus der Zone geleitet worden.

Aus meiner Sicht (riesiges abgesperrtes Areal, Personenkontrollen, usw.) was ganz Neues. Vermute, die haben an den 1. Mai 2005 gedacht.

Ich kann dich beruhigen: neu ist das nicht. Bei uns der Region regeln sie meistens keine Stadtbezirke so arg ab (war eigentlich recht leicht in den westen zu kommen), aber du hast wahrscheinlich recht.. die haben an den 1. Mai gedacht. :))

War Andreas Schäfer aus Mannheim auch dabei ?
Oder saß er als Strabafahrer in einer Straba und hat schön Recherche treiben können ?
Er ist nämlich als Strabafahrer in Mannheim tätig, er fährt oft die 1er nach Schönau und die 3er nach Sandhofen
welche am JUZ Mannheim vorbeifahren.

Mein Kommentar, der zugegebenermaßen etwas vom Frust über den Samstag geprägt war, den ich im Gegensatz zu den Berichterstattern habe, wurde gänzlich gelöscht.

Ich finde diese Vorgehensweise nicht in Ordnung!

Ich bleibe dabei, dass der Bericht zu positiv ausfällt. Es sind an diesem Tag einige Dinge nicht optimal gewesen, was völlig ausgeblendet wird.

Eine detaillierte Kritik werde ich an die GenossInnen per verschlüsselter mail senden.

Unter dem Artikel haben Nazis massiv gespamt, wir mussten viel zensieren. Sollte dein Kommentar aus Versehen darunter gewesen sein, so möchten wir uns bei dir dafür entschuldigen.