»Offensive gegen Rechts« – WKR Ball verhindern!

wkr ball verhindern!

Der Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) ist eine der größten rechtsextremen Veranstaltungen Europas. Er ist nicht einfach nur eine Tanzveranstaltung, sondern dient der Vernetzung europäischer Rechtsparteien und Burschenschaften.

Im Jahr 1952 wurde der Ball das erste Mal veranstaltet und findet seit 1968 jedes Jahr in der Hofburg statt. Dass der Ball jedes Jahr weitgehend frei von öffentlicher Kritik in diesen repräsentativen Räumen veranstaltet wird, ist ein Grund, warum sich das Bündnis Offensive gegen Rechts gegründet hat.

 

Im Jahr 2010 wurde die angemeldete Gegendemonstration von der Polizei über Stunden eingekesselt und mehr als 500 Personen bekamen Verwaltungsstrafen. Im Jahr darauf wurden gleich alle Demonstrationen von der Polizei untersagt, was einen offiziellen Protest unmöglich machte. Dennoch demonstrierten mehrere hundert Menschen gegen den WKR-Ball, wobei die Polizei auch hier nur massive Repression entgegen zu setzen wusste.

 

Die Erfahrungen der Jahre 2010 und 2011 haben uns zu der Überzeugung kommen lassen, dass nur ein großes und starkes Bündnis antifaschistischer und zivilgesellschaftlicher Gruppen den WKR-Ball verhindern kann. Wir wollen, dass der WKR-Ball in seiner Bedeutung öffentlich thematisiert wird. Durch eine breit angelegte Kampagne mit verschiedenen Schwerpunkten wollen wir eine breite Bewegung gegen Burschenschaften, FPÖ und Rechtsextremismus anstoßen.

 

Dass dieses Ziel gemeinsam erreichbar ist, haben uns die Proteste am 8. Mai 2011 gezeigt. Burschenschaften wollten wie jedes Jahr ihr sogenanntes Totengedenken auf dem Heldenplatz abhalten. Hauptredner sollte der Partei- und Klubobmann der FPÖ Heinz-Christian Strache sein. Im Vorfeld gründete sich ein Aktionsbündnis, welches einen breit angelegten Protest organisierte und es so schaffte, das Totengedenken als revisionistische Veranstaltung zu thematisieren.

 

An der Demonstration beteiligten sich viele junge und alte Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Der Protest war laut und vielfältig und wir haben es geschafft, den Burschenschaften ihr Totengedenken ordentlich zu vermiesen.

Das erfolgreiche Ereignis ließ uns als Bündnis zusammenbleiben und gemeinsam diskutieren wie wir den WKR-Ball deutlich etwas entgegensetzen können. Seit dem arbeiten wir kontinuierlich an der Planung vielfältiger Gegenaktionen.

Eine Aktionskonferenz mit über 100 Teilnehmer_innen war einer der Höhepunkte der Arbeit im Sommer..Konzepte und Ideen wurden diskutiert und bereits mehrere groß angelegte Bündnistreffen abgehalten. Wir sind kontinuierlich dabei, zivilgesellschaftliche Gruppen und Organisationen einzubinden und von der Wichtigkeit eines breiten Protestes gegen den WKR-Ball zu überzeugen. Wir wollen dem Erstarken der FPÖ mit einer breit angelegten Kampagne begegnen und den WKR-Ball gemeinsam verhindern.

 

Die beteiligten Organisationen setzen sich aus dem antifaschistischen und zum Teil universitätsnahen Umfeld zusammen. Aber auch zivilgesellschaftliche Organisationen waren bereits an Bündnistreffen beteiligt und wollen gemeinsam gegen den WKR-Ball protestieren. Unser Ziel ist es, möglichst viele Akteur_innen zu vereinen und so gemeinsam den WKR-Ball verhindern.

 

Info: http://www.offensivegegenrechts.net/

Zeige Kommentare: ausgeklappt | moderiert

Das Bündnisselbstverständnis fungiert zusätzlich zum Aktionskonsens als Erläuterung der Arbeitsweise des Bündnisses.

  • Wir verstehen uns als Aktionsbündnis mit dem Ziel, den WKR-Ball in der Hofburg öffentlich zu thematisieren und zu verhindern.
  • Dazu wollen wir einen massenhaften Protest in Form einer Demonstration und zivilem Ungehorsam (Blockaden) organisieren. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen.
  • Wir erklären uns solidarisch mit allen Gruppen und Einzelpersonen, die unser Ziel teilen, den WKR-Ball zu verhindern.
  • Um möglichst viele Menschen zu erreichen, organisieren wir eine Kampagne mit Veranstaltungen, sowie Aktionen mit antifaschistischem Inhalt.
  • Alle Organisationen, Parteien, Initiativen und Aktivist_innen, die sich als antifaschistisch verstehen, rufen wir auf, sich am Bündnis und am Aufbau des Protestes zu beteiligen und solidarisch miteinander zu arbeiten.

http://www.offensivegegenrechts.net/?page_id=252