[Berlin] Veranstaltung: Venezuela - Warum randalieren die Reichen?

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Die linke Bewegung und die klassenbewusste Bevölkerung in Venezuela wehrt sich gegen den blutigen Putschversuch der Rechten und gegen die Interventionspläne der Trump-USA. Ziel der bourgeoisen Eliten ist ein Rollback in alte Zeiten, in denen reiche Familienclans (wie u.a. die Capriles) den Staatshaushalt in ihren Händen haben. Denn sie haben Angst vor der gerechten Umverteilung des Vermögens für Sozial- und Gesundheitsprogramme. Und ExxonMobil (US-Firma) will die Öl-Felder zurück.

 

Am Widerstand gegen den rechten Putschversuch beteiligen sich vor allem viele Arbeiter_innen, die Armen aus den populären Barrios und linke Kräfte von alternativ bis kommunistisch. Bei einigen Aktionen der linken Bewegung gegen die Rechten, wie beim Sturm auf die rechte Nationalversammlung am 5. Juli 2017 (Youtube), sind neben kämpferischen autonom-kommunistischen Stadtteilgruppen (u.a. aus dem linken proletarischen Stadtteill von Caracas “23. de Octubre”) auch Anarchist_innen (Youtube) und die LGBT-Bewegung (Youtube) beteiligt - trotz teils kritischer Haltung am bolivarianischen Diskurs. Denn eins ist klar: falls sich die neoliberalen Rechten durchsetzen sollten, sieht die Zukunft finster aus für alle Linken.

 

Capriles Randonski von der rechten Partei Primera Justicia wird in den Medien immer wieder als agiler Oppositionsführer hervorgehoben, er ist jedoch ein notorischer neoliberaler und rechter Putschist. Durch seine Eltern hat er Anteil an zahlreiche Konzernen in Venezuela und er nutzte den monopolistischen Medienkonzern seiner Verwandschaft für seine difizile Hetze. Mit seinem Bruder ist derzeit vor allem im Immobilienhandel von Villen in Madrid verstrickt und betreibt aktiv die Verdrängung ärmerer Bevölkerung und besetzter Sozialer Zentren (Artikel auf Indymedia Linksunten). Capriles Randonski führte 2002 in Venezuela die gewaltsame Besetzung und Randale gegen die kubanische Botschaft an, zur selben Zeit fand die (später gescheiterte) Entführung des linken Präsidenten Hugo Chavez statt.


Capriles gibt sich bevölkerungsnah, doch sein aggressiver Kampfeswille speist sich allein aus seiner Habgier und der Angst elitäre Privilegien zu verlieren. Er ist ein Zögling elitärer Herrschafts-Universitäten in denen er unter anderem in den USA nachhaltig für konterrevolutionäre Umstürze a la “Farbenrevolution” ausgebildet wurde.

 

Infos zu Venezuela auf: amerika21.de

 

25. August 2017 (Freitag), 20 Uhr - Stadtteilladen Zielona Góra, Grünberger Str. 73, Berlin-F`Hain

 

Mit Volxküche (vegan), Solitresen, free Kicker & Politmucke.

 

Referent: Harri Grünberg (Cuba Sí/ Netzwerk Cuba e.V.)

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die regierung in venezuela macht alles richtig? kein anlass für protest?