[LE] Polizeirevier Südwest angegriffen!

Bullenrevier

In der Nacht zum Montag haben wir das Bullenrevier Südwest in der Weißenfelser Straße angegriffen. Beamte waren zu dem Zeitpunkt nicht im Gebäude. Wir haben an dem Gebäude die Fenster aus Sicherheitsglas, ein Polizeischild und die Gegensprechanlage mit Hämmern beschädigt und es mit einer "schwarzen Substanz" besprüht.


Wir setzen mit dieser Aktion ein Zeichen gegen Staat, Bullen und  Repression. Wir zeigen uns solidarisch mit allen unseren Freund*innen,  die im Rahmen des G20 Gipfels von den Bullen schikaniert, verletzt,  inhaftiert oder anderweitig mit Repression überzogen wurden: Ihr seid  nicht alleine, unsere Solidarität ist euch sicher!
Noch Wochen  nach dem G20-Gipfel sitzen Gipfelgegner*innen im  Knast. Gerade angesichts der vergleichsweise laschen Vorwürfe, die laut Staatsanwaltschaft im Raum stehen: –"„Landfriedensbruch“", "„Widerstand“",  "„Sachbeschädigung“" und "Körperverletzungsdelikte" mutet das überzogen an. An ihnen soll nun ein politisches Exempel statuiert werden.
 
Wir wollen einen weiteren Kontext herstellen:
 
Seit über einem Jahr ist mittlerweile ein altes Bahngebäude in der Arno-Nitschze-Straße besetzt, welches zuvor über 20 Jahre leer stand. Entstanden ist dort ein autonomer Freiraum: Das Black Triangle. Die Verhandlungen mit der Bahn über eine legale Nutzung sind schon längst im Sande verlaufen. Bereits vor einem Jahr hatte das Unternehmen in einer E-Mail an die Besetzer*Innen mitgeteilt, dass es "keine Verhandlungsabsichten bezüglich des widerrechtlich angeeigneten Grundstücks“" gebe, und die Bewohner*Innen zum Verlassen des Areals aufgefordert. Nun will die alte Eigentümerin, die Deutsche Bahn-AG, scheinbar in absehbarer Zeit räumen lassen.
 
Die Zeiten stehen also auf Sturm. Doch wer die Konfrontation mit uns sucht, der verspekuliert sich. 
 
Wenn die Deutsche Bahn nun also Hand in Hand mit dem Staat und seinen Bütteln uns einen Freiraum nehmen wollen, dann soll auch diese Räumung ihren Preis haben. Machen wir es den Bullen nicht zu einfach. Seid widerständig! Seid mit allen Aktionsformen solidarisch. Seid kreativ. Wenn ihr die Leute nicht vor Ort unterstützen könnt, sendet Solibotschaften von wo auch immer ihr seid. Beschissene Objekte gibt es genug, um den Frust über die bestehenden Verhältnisse an ihnen zu entladen. Besucht doch einfach mal wieder das technische Rathaus oder den Luxusbau von neben an!
 
Dies war ein Vorgeschmack, was im Falle einer Räumung zu erwarten ist.
 
Einen Tag nach der Räumung wird es um 18 Uhr eine Demonstration am Wiedebachplatz geben.
 
Black Triangle bleibt! Lasst endlich die Gefangenen frei!
 
Solidarische Grüße an alle Gefangenen.
 
https://www.aktionsticker.org