Essen: Antisemitische Ausschreitungen nach Linksjugend-Kundgebung am 18.07.2014

Davidstern und Hakenkreuz-Plakat

Rund 3.000 Menschen haben sich am verganenen Freitag an einer Kundgebung der Linksjugend unter dem Motto „Stoppt die Bombardierung Gazas“ in Essen beteiligt. Unter den Teilnehmern befanden sich zahlreiche Islamisten und Nationalisten, die teilweise offen antisemitische Parolen skandierten. Nach Auflösung der Kundgebung kam es zu massiven Angriffen auf Teilnehmer einer israelsolidarischen Veranstaltung.

 

Am verganenen Freitagnachmittag, den 18. Juli, versammelten sich in der Essener Innenstadt bis zu 3000 Demonstranten zu einer anti-isrealischen Kundgebung, zu der der hiesige Jugendverband der Linkspartei aufgerufen hatte. Im Vorfeld äußerten zahlreiche Gruppen und Zeitungen u. a. aufgrund des einseitigen Aufrufs der Organisatoren massive Kritik an der Veranstaltung und forderten die Linksjugend auf, die Kundgebung abzusagen. Dies geschah auch vor dem Hintergrund, dass aufgrund der Zusage von mehreren Tausend Teilnehmern – darunter zahlreiche Antisemiten, Islamisten und Nazis, befürchtet wurde, dass die Organisatoren ihre Veranstaltung nicht mehr unter Kontrolle haben. Nach dem gestrigen Tag ist klar: Die Linksjugend hat in jeglicher Hinsicht versagt, ihre Veranstaltung wurde zur Plattform für allerlei reaktionäre und offen antisemitische Manifestationen.

 

Die Ordner und Helfer der Organisatoren – nach eigenen Angaben bis zu 60 an der Zahl – waren angesichts der zuvor geäußerten Kritik sichtlich bemüht, Personen von der Veranstaltung zu verweisen, die offen antisemitische Plakate zeigten oder die aus ihrer Zugehörigkeit zu den “Jungen Nationaldemokraten” kein Geheimnis machten. In einigen Fällen gelang das, in anderen Fällen zeigten die angesprochenen Personen jedoch kein Verständnis und konnten sich gegenüber den Ordnern durchsetzen. Kontrolle über die eigene Veranstaltung sieht anders aus. Darüber hinaus wurden Fahnen und Stirnbänder der radikal-islamischen Terrororganisation “Islamische Bewegung Usbekistan” in der Kundgebung geduldet – zumindest waren entsprechende Symbole und Insignien die ganze Zeit über inmitten der Kundgebung gut sichtbar. Es waren ferner Plakate der “Antiimperialistischen Koordination” zu sehen, die Israel als Apartheidsstaat geißelten und zum Boykott aufforderten. Darüber hinaus führten Teilnehmer NS-relativierende Plakate mit sich, die den Davidstern mit dem Hakenkreuz verschmolzen sowie auch solche, die Zionisten als Faschisten diffamierten und einen “Völkermord in Palästina” anprangerten. In eine ähnliche Kerbe schlugen allerdings auch einzelne Redebeiträge der Veranstalter, sodass mitnichten behauptet werden kann, dass nur “einzelne Teilnehmer” sich dieserart geäußerten hätten. Auch wenn seitens der Redner immer wieder versucht wurde, sich als Friedensfreunde darzustellen, die die Opfer auf beiden Seiten betrauerten, waren nach diesem obligatorischen Bekenntnis die nachfolgenden Worte meist von einseitigen Schuldzuweisungen geprägt. Einzelne Redner sahen in Israel z. B. einen kolonialen, rassistischen Apartheidsstaat, gegen den Widerstand legitim sei. Darüber hinaus waren die Sprechchöre der Veranstaltung durchweg geprägt von den Rufen “Allahu Akbar”, “Free Palestine” und “Kindermörder Israel” – auch “Bombardiert Israel!” war vereinzelt zu hören. Dezidiert linke Parolen waren überhaupt nicht zu vernehmen und müssen in der Masse untergegangen sein. Mehrfach mussten die Redner ihre Zuhörer auffordern, sie zu Wort kommen zu lassen – meist vergeblich. Innerhalb der Kundgebung bildeten sich an verschiedenen Stellen mehrfach Trauben von Menschen, die ihre eigenen Reden und Sprechchöre skandierten – dass die Linksjugend jederzeit Einfluss auf den Verlauf und die öffentliche Selbstdarstellung der Kundgebung hatte, darf vor diesem Hintergrund stark bezweifelt werden.

 

Zu allem Überfluss kam es, wie Augenzeugen und Betroffene uns berichteten, im Laufe der Veranstaltung am Weberplatz zu wiederholten Beleidigungen, Nötigungen und Pöbeleien durch einzelne Mitglieder der “Roten Antifa”. Unter anderem wurden Genossen bespuckt und ihnen wurde mehrfach gedroht. Nur dem deeskalierenden Verhalten der Genossen und einiger umherstehenden Demonstranten ist es zu verdanken, dass es nicht erneut zu körperlichen Übergriffen durch Mitglieder dieser Gruppe gekommen ist, für die sie leider nur allzu gut bekannt ist.

 

Insgesamt sehen wir uns darin bestätigt, dass die Linksjugend trotz vereinzelter Bemühungen nicht Herr der Lage war und ihnen als Organisatoren die Kontrolle über die eigene Veranstaltung gänzlich entglitten war. Anders ist die Dominanz antisemitischer Sprechchöre, die dauerhafte Präsenz islamistischer Fahnen und NS-relativierender Plakate nicht zu erklären. Vermutlich ist es auch nur den vereinzelten Vorkontrollen der Polizei zu verdanken, dass die reaktionärsten Schilder und Fahnen erst gar nicht gezeigt wurden. Natürlich ändert auch das Ablegen solcher antisemitischen Schilder nichts an der Ideologie der Träger, die jedoch anschließend auf der Kundgebung der Linksjugend willkommen geheißen wurden. Mit Bedauern müssen wir feststellen, dass aber auch die Reden der Veranstalter sich nahtlos in diese reaktionäre Melange einfügten. Wie vorab befürchtet, konnte die Veranstaltung also problemlos zur Verbreitung von Antisemitismus und Antizionismus genutzt werden. Die Linksjugend zieht in einem ersten Fazit zum gestrigen Tag dennoch eine positive Bilanz. “Antisemitische, rassistische und antimuslimische Statements”[2] seien auf der Kundgebung nicht geduldet worden und diese Haltung wäre konsequent durchgesetzt worden. Diese Behauptung ist angesichts der zahlreichen einschlägigen Bilder, die diesem Bericht angehängt sind und den vielen weiteren Bildern und Videos, die sicher noch folgen werden, von dem Jugendverband wider besseren Wissens getätigt worden. Wer diese offensichtlichen Artikulationen reaktionärer Ideologie auch noch bewusst leugnet, dem kann man nicht mehr Naivität vorwerfen, sondern bewusstes politisches Kalkül. Denn offenbar ist im Kampf gegen Israel – trotz anders lautender Bekundungen – fast jeder Bündnispartner recht, zumindest duldet man aber die Sympathisanten des Terrors, will man doch zum einen nicht eingestehen, dass man keine Kontrolle über die eigene Veranstaltung hatte und zum anderen möchte man es sich mit der türkisch-arabischen Community auch nicht dauerhaft verscherzen. Unglaublich ist auch, dass Ralf Michalowsky – Landessprecher der Linkspartei NRW – in seinem Fazit zum heutigen Tag schreibt: “Wenn es nach der Beendigung unserer Kundgebung auf dem Rückweg der 3.000 Demonstranten zu Problemen kam, liegen diese vollständig in der Verantwortung der Polizei.”[3] Dass eben jene antizionistischen und antisemitischen Teilnehmer, die später die israel-solidarische Kundgebung belagerten und attackierten, vorher bei der eigenen Veranstaltung waren, wird dabei komplett ausgeblendet. Die Islamisten und Antisemiten waren auch nicht rein zufällig bei der Kundgebung der Linken, sondern mussten sich aufgrund des Aufrufs der Linksjugend geradezu willkommen und in guter Gesellschaft fühlen. Die Externalisierung des Problems mit dem Mob in den ordnungspolitischen Verantwortungsbereich der Polizei ist geradezu grotesk. Michalowsky und weitere Teile der Linken in NRW tragen als Organisatoren und Unterstützer die politische Verantwortung dafür, dass auf ihrer Kundgebung und in deren Nachgang der Mob seinen antisemitischen und antizionistischen Aggressionen freien Lauf lassen konnte.

 

Nachdem gegen 18 Uhr die Linksjugend die Veranstaltung vorzeitig für beendet erklärt hatte (angemeldet war bis 21 Uhr), zogen mehr als 1000 Demonstranten geschlossen über die Kettwiger Straße zum Hauptbahnhof. Hier hatten sich in der Zwischenzeit mehr als 180 Personen eingefunden, um gegen Israelfeindschaft und den Terror islamistischer Gruppierungen zu demonstrieren. Die Polizei schien mit den marschierenden Palästina-Demonstranten völlig überfordert und musste die Teilnehmer der israel-solidarischen Kundgebung zu deren eigenem Schutz einkesseln und an den Rand des Willy-Brandt-Platzes stellen. Als die Teilnehmer der Linksjugend-Kundgebung auf den Willy-Brandt-Platz eintralaufen, umzingelten sie die Kundgebung. Dort suchten sie gezielt die Konfrontation mit den Teilnehmern der pro-israelischen Kundgebung, im Zuge dessen jene mit Flaschen beworfen wurden. Zwar konnte die Polizei zunächst noch einen größeren Abstand zwischen den beiden Gruppen gewährleisten, nachdem aber der gesamte Aufmarsch auf dem Platz eingetroffen war, drängten die Teilnehmer die Polizisten immer näher an die israel-solidarische Kundgebung heran. Hier gingen die antisemitischen Sprechchöre weiter und auch Fahnen islamistischer Organisationen waren deutlich zu sehen. Einzelne Teilnehmer der Kundgebung erstatteten daraufhin Anzeige wegen Volksverhetzung. Aufgrund dieser aggressiven und nur schwer zu kontrollierenden Lage wurden die Kundgebungsteilnehmer später mittels Bussen nach Mülheim gefahren, damit sie von dort aus sicher ihre Heimreise antreten konnten.

 

Wie die Polizei angesichts der starken und nachweisbaren Präsenz von Gruppen wie “Graue Wölfe”, “Hamas” und “Islamische Bewegung Usbekistan” sowie dem fotografisch dokumentierten Teilnahme-Versuch zweier JN-Aktivisten gegenüber dem Nachrichtenportal “Der Westen” zu der Einschätzung kommt: “Es sind keine extremistischen Gruppierungen aufgefallen”[4], ist uns absolut schleierhaft. Der antizionistischen Kundgebung dann auch noch einen “friedlichen Verlauf”[5] in der Pressemitteilung zu den heutigen Ereignissen zu bescheinigen, ist wirklich ein handfester Skandal. Denn schließlich waren die Einsatzkräfte an einigen Stellen sichtlich überfordert[6] und die Polizei musste später selbst einräumen, dass ihre geplante weiträumige Trennung beider Veranstaltungen misslang und dass die früheren Teilnehmer der Linksjugend-Kundgebung immer wieder die Konfrontation suchten und Flaschen auf die Teilnehmer der israel-solidarischen Kundgebung warfen. Angesichts dessen und den nun laufenden Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und wegen Körperverletzungen von einem friedlichen Verlauf zu sprechen ist verharmlosend und, gelinge gesagt, nicht nachvollziehbar.

 

Kritische Aufarbeitungen und Selbstreflexionen bezüglich des gestrigen Tages sowie ernst gemeinte Distanzierungen sucht man bei den Organisatoren und parteipolitischen Unterstützern vergebens. Im Gegenteil, der Anmelder, der Bundestagsabgeordnete Niema Movassat, äußert angesichts der emotionalen Betroffenheit der Teilnehmer sogar Verständnis für die antisemitischen Parolen auf seiner Kundgebung. Es wird wieder einmal deutlich, dass die Linkspartei in NRW ein deutliches Problem mit Antisemitismus in ihren eigenen Reihen hat.

 

Nachfolgend dokumentieren wir einen Video-Bericht zu den antisemitischen Vorfällen, die sich nach einer Kundgebung der “Linksjugend Solid Ruhr” am 18. Juli in der Essener Innenstadt abspielten. Das Video enthält viele neue Szenen, in denen deutlich Rufe wie “Tod den Juden!”, “Adolf Hitler!” und “Scheiß Juden!” zu hören sind. Auch ist gut zu erkennen, wie der aufgebrachte Mob, den pro-israelischen Demonstranten Hitlergrüße entgegenstreckt und diese mit diversen Gegenständen bewirft. An vielen Stellen wird außerdem deutlich, dass die Polizei mit der Situation völlig überfordert war.

 

https://www.youtube.com/watch?v=5zoukXdlOvE

In diesem Zusammenhang verweisen wir auch noch mal auf unseren bebilderten Bericht zu den antisemitischen Vorfällen sowie auf unsere zwei Pressemitteilungen (1, 2).

 

Presseartikel:

http://www.derwesten.de/staedte/essen/unmut-wegen-polizeibilanz-nach-nah...

http://www.derwesten.de/staedte/essen/aerger-nach-nahost-demos-gruene-geben-linkspartei-mitschuld-id9617902.html  

http://www.derwesten.de/staedte/essen/stinkt-das-eigenlob-aimp-id9617529.html
https://www.taz.de/Antisemitismus-auf-Pro-Gaza-Demos/!142761/
http://www.tagesschau.de/inland/israel-angriffe-demonstrationen-100.html

https://campuswatchude.wordpress.com/2014/07/18/solid-demo-endet-in-antisemitischer-gewalt-und-der-polizeieinsatz-in-einem-desaster/
http://www.attenzione-photo.com/blog/?p=798
http://www.ruhrbarone.de/essen-wer-den-mob-in-die-stadt-holt-traegt-die-verantwortung/84163

http://www.ruhrbarone.de/fuer-solches-ohrenbetaeubende-schweigen-empfinde-ich-tiefe-scham/84303

http://www.ruhrbarone.de/liveticker-essen-demontrationen-fuer-und-gegen-israel/84091

 

Antifa Essen Z
Juli 2014

 

http://antifa-essen.de/

 


 

1 http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/11562/2787713/pol-e-essen-st...
2 facebook.com/LinksjugendSolidRuhr/posts/934409506585132
3 facebook.com/LinksjugendSolidRuhr/posts/934488209910595
4 http://www.derwesten.de/staedte/essen/polizei-musste-pro-israelische-dem...
5 http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/11562/2787930/pol-e-essen-fr...
6 https://www.youtube.com/watch?v=e-0HDdTOcU0
7 facebook.com/niema.movassat/posts/10154433980965002

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Also zu den Fotos: Einige davon sind durchaus antisemitisch, andere nicht. " Gegen Apartheid" ist in keiner Weise antisemitisch. Es richtet sich gegen einen imperialistischen Staat, der sich selber als Jüdische Demokratie bezeichnet. Das schließt schon mal alle nicht jüdischen Menschen von dieser Demokratie aus. Apartheid ist ein System, wo das Judentum in Israel keine Bedeutung für hat. Die Apartheid in Palästina wird aufrecht erhalten von einem imperialistischen Staat. Und dagegen muss man sich nunmal wehren. Und Fuck Zionists richten sich an ZIONISTEN, nicht an jüdische Menschen allgemein. Es gibt viele Jüdische Menschen, die den Zionismus ablehnen!

Und die Hamas, ja ätzende Partei, schlimmer vielleicht als einige andere, aber auch nicht das Schlimmste was der Menschheit passiert ist. Die Hamas ist eine Partei, keine Terrororganisation. Ihr lehnt alle Staaten ab und übernehmt trotzdem unreflektiert irgendwelche staatlich definierten Begriffe. Terror ist westlich konstruiert. Wer sagt was Terror ist. Warum sind die Rakete der Palästinenser Terror und die Bomben der Israelis eine militärische Operation? Weil Palästina kein Staat ist, ergo natürlich auch keine Partei sein kann? Immer schön gegen Staaten hetzen, aber einfach so staatliche Konstruktionen übernehmen ohne einmal etwas über die Hamas zu lesen!

Und nein, ich unterstütze die Hamas nicht und auch keine Religion. Weder Christentum, Judentum, Islam und was es sonst noch alles gibt!

Die Hamas ist eine Partei, keine Terrororganisation.

Die Hamas wird als "terroristische Organisation" eingestuft von folgenden staatlichen Institutionen: Kanada, USA, Ägypten und Europäische Union.

Schön das Rechte wie du sich auf Einschätzungen solcher Staatskonstruktionen wue EU,USA und Miltärregime wie Ägypten berufen.

Wir Linken tun das nicht, wir haben einen eigen Kopf zum Denken.

Ließ dir die Charta der Hamas durch und dann mach dir deine Gedanken. Da wird auch nix anderes rauskommen... außer vielleicht du bist ein religiöser, faschistoider Arsch.

Wer Hamas für eine terroristischen Haufen hält, muß ein(e) Rechte(r) sein? Na dann...

nein, es geht um die argumentation. "arschlochstaat xy sagt..., deshalb muss es wohl stimmen...."

 

und, ach ja: israel ist scheisse und muss von der landkarte verschwinden, wie  alle anderen staaten. das judentum ist scheisse und mus verschwinden, wie alle anderen religionen. und zwar beides so schnell wie möglich. was dagegen? was denn?

in israel wird die anti-babypille nur an palästinenser verkauft, nicht an juden. die ehe zwischen juden und nichtjuden ist gesetzlich verboten. das ist rassismus und apartheid!

Die Behauptung, dass die Antibabypille in Israel nur an Araber verkauft wird ist eine Lüge - und zwar eine besonders groteske. Wer diesen Müll glaubt und auch noch verbreitet (also du), ist Antisemit.

Zur Frage der Heirat: Tatsächlich ist das Familienrecht in Israel vor allem durch die Konfessionen geregelt. Soll heißen, es gibt keine standesamtlichen Ehen. Was aber eben nicht nur bedeutet, dass in Israel kein Jude einen Nichtjuden heiraten kann, sondern eben zB auch kein Moslem einen Christen. Im Ausland geschlossenen Ehen (zumindest heterosexuelle) werden allerdings problemlos anerkannt.

Same-sex marriages performed abroad can be recorded at the Israeli Administration of Border Crossings, Population and Immigration, according to a 2006 High Court of Justice ruling which defined such records as strictly 'for statistical purposes', thereby avoiding official recognition of same-sex marriages by the state.[1]

Notwithstanding the nonavailability of same-sex marriage (or civil marriage, for that matter) in Israel, unmarried same-sex and heterosexual couples in Israel have equal access to nearly all of the rights of marriage in the form of unregistered cohabitation status, akin to common-law marriage. In 2013, the Yesh Atid party, a member of the governing coalition, introduced a bill that would provide for civil marriage for both heterosexual and same-sex couples. [2]

Wikipedia

In Deutschland gibt es Gestalten, die glauben bereitwillig den größten Bockmist, wenn sich damit den Juden am Zeug flicken lässt. Das nennt man Antisemitismus.

hast recht. ich bin mir ganz sicher, in israel gibt es staatlicherseits ernsthafte bemühungen, die benachteiligung israelischer staatsbürger arabischer abstammung zurückzudrängen. man arbeitet fieberhaft daran, dass zukünftig mehr israelische staatsbürger arabischer abstammung als (staabs)offiziere der idf anstllung finden.

 

More Arab Christians Serving in Israel Defense Forces
Monday, February 10, 2014

 

JERUSALEM, Israel -- More Arab Christians than ever are joining the Israel Defense Forces, the Israeli daily, Ha'aretz reported over the weekend.

In the second half of 2013, 84 recruits signed up, more than three times the average to date. It's a trend that's expected to increase.

Though the IDF does not release exact numbers, an estimated 300 Arab Christians are currently serving in the military, 157 in the conscript army.

But there's no shortage of Arab political movements opposed to the trend and they've promised to fight it on every level, Ha'aretz reported.

Last week, when Father Gabriel Nadaf with the Greek Orthodox Church held a meeting in the Arab village of Shfaram in the Galilee, some people who object to his work came to the door and told everyone to leave.

The meeting disbanded to avoid a confrontation.

In 2012, Nadaf created a forum to encourage Arab Christians to serve in the IDF. Near the end of last year, Prime Minister Benjamin Netanyahu invited him to a meeting attended by several other ministers to thank him for his efforts.

But Nadaf's efforts have come with a price. Last December, CBN News reported on a brutal attack by Arabs in Nazareth on Nadaf's 17-year-old son. Nazareth has the largest Christian Arab population in Israel.

For many Israeli Arabs, especially in the Christian community, the Jewish state is their home and they're glad for the opportunity to serve in the IDF.

One naval officer, Maj. Elias Karam, told Ha'aretz he's "in favor of joining [the IDF] and encourages others to do so."

"I think it contributes a great deal and opens many horizons," Karam said. "The desire of a person to join the army and integrate more and more into the State must be respected."

Karam's three brothers are also serving in the IDF and the Border Police.

 

Many of the enlistees want to serve in combat units and are also interested in the training offered by the IDF that will help shape their career path.

 

http://www.cbn.com/cbnnews/insideisrael/2014/February/More-Arab-Christians-Serving-in-IDF/

 

Natürlich ist entgegen dieses und anderer antijüdischer Märchen auch die "Pille" frei erhältlich. Sogar die für "danach":

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Emergency_contraceptive_availability_by_cou...

 

Ist ja nicht die Irische Republik. Oder Deutschland, by the way.

An besagtem Freitag trat ein Redner der JUSOS as Mikro und sprach "Wir stehen hier für die Befreite Gesellschaft ...".

Das kann doch nicht angehen dass man sich als Antifa, dann auch noch als eine die sich auf ihrer eigenen Website explizit als "linksradikal" bezeichnet so ein Schmierentheater veranstaltet. "Befreite Gesellschaft" ist ein feststehender Begriff und eine Verwendung durch die JUSOS zu ermöglichen bzw. sich da nicht deutlich von zu distanzieren ist doch eine Farce. Als Handlanger der Sozialpartnerschaft betreibt man "white-wash", dient sich der SPD an.

Desweiteren wurde immer mal wieder von "Frieden" gesprochen der ganz sicher weitaus eher den Aufstandsbekämpfungsplänen der Regierung(en) entspricht als dem einer Sozialen Revolution. Ihr Friede ist Krieg.

 

Anstelle von Handlungsbereitschaft (Aufstand gegen die herrschenden Verhältnisse, in dem Fall zB. die Islam-Nazis in die Schranken zu verweisen) wird Betroffenheit suggeriert. Man fühle sich verpflichtet der jüdischen Gemeinde beizustehen, wohingegen von dreister Lüge gesprochen werden muß wenn es sich dann so darstellt dass man von eigenen Positionen derart abweicht und den JUSOS applaudiert dass zumindest die sich eingefunden hatten. Es ist schlichtweg unehrlich und kein gesellschaftlicher Dialog (inwieweit der überhaupt sinnvoll ist sei dahingestellt) der revolutionäre Standpunkte einbringt. Im Gegenteil, es reicht den Schein zu wahren, als Anti-Antisemiten. Man schmückt sich mit den Symbolen der Opfer (des NS) derer man selber nicht einmal angehört (Judentum) und hintergeht jene Inhalte welche einen Bezug auf unsere KZ-Toten (Kommunisten, Sozialisten, Anarchisten usw.) ermöglichen.

 

Ganz offensichtliche Realpolitik welche sich nicht scheut vieles unbenannt zu lassen welches überhaupt erst eine Annäherung der eigenen Positionen an die der (zB.) Jüdischen gemeinde Essen denkbar werden ließe. Es kann nicht angehen dass da öffentlich von "Befreite Gesellschaft" gesprochen wird und gemeint ist: Eine von unsereinem/r befreite Gesellschaft (der Unangepassten und "Unruhestifter") im Sinne von sozial weggesäubert. Wie linksradikal von Euch. Zugleich dann noch eine Betroffenheit zum Ausdruck zu bringen die offenkundig eine taktische ist, das ist gelinde gesagt Philosemitismus in pluralistisch-demokratisch daherkommendem Gewand wenn man die eigenen grundsätzlichen Standpunkte ernst nehmen würde.

Bedauerlicherweise gibt´s ja keine Stellungnahme der Verfasser oder Kommentare.

Um dann also weiteres auszuführen: Wenn die Linksjugend SOLID die pro Palästina Demo macht und man sich selber einen Gegen-Redner besagter Partei zubestellt (erklärtermaßen selber linker Zionist) und sich ein solcher Parteienstreit dann durch unsere Reihen hindurchzieht stimmt irgendwas nicht. Wir sind nicht deren Spielball der dann der SPD zugespielt wird die sich in der Tagespresse bestürzt über die Vorfälle äußert. Solche politischen Machtspielchen, wo ein Diskurs bewerkstelligt wird der immer nur dem Fortbestand der Gesellschaft als vermeintlich in Schutz zu nehmende demokratische Veranstaltung dient wirken sich in der Konsequenz gegen uns aus. Euer Eintreten für Israel aus den richtigen Gründen und Engagement gegen Antisemitismus aus einer linken Haltung heraus ist prima, aber das Geschehniss selber, der Tag, war inhaltlich eine Niederlage die auch eingestanden werden sollte. Da hilft es nichts sich besonders zu empören, zu skandalisieren, um das eigene Unvermögen selber Akente zu setzen zu verschweigen oder sogar gutzureden als "Bündnis".

 

Natürlich war es richtig sich mit den Essener Juden zu solidarisieren wenn ein Mob droht die Synagoge anzugreifen.

Aber wieso ist es dann nicht möglich sich in aller Deutlichkeit gegen SPD und Co abzugrenzen ? Aus Taktik ?

Das hat am ehesten den Effekt von "nicht zusätzliches Öl in´s Feuer gießen", und an dem Punkt haben sie Euch wo sie wollen.

Beschwichtigung, Befriedung. Und eben dies ist der "Frieden" von dem sie dann (angeblich) "internationalistisch" reden, von sozialer Befriedung die das versucht zu verunmöglichen worum es gehen sollte: Soziale Revolution. Ich vermisse ganz einfach den radikalen Standpunkt im Text der Antifa, vielmehr als Gemaule ist das nicht. Schuldzuweisungen an Andere (à la "die RoteAntifa hätte uns ja helfen können, anstelle dessen geht sie gegen uns vor"). dann muß man eben die eigene Stärke realistisch einschätzen. Wenn es keine "personelle" ist, also man deutlich in der Unterzahl ist, kann man doch nicht auch noch inhaltlich soweit zurückgehen dass man "kritisch beobachtet" und bürgerliche Veranstaltungen "begleitet" (um nicht zu sagen versucht für sich in Beschlag zu nehmen, das funktioniert ja offensichtlich nicht). Damit erreicht man dann niemand mehr sondern versumpft im eigenen Brei und alles was bei rauskommt sind auch nur wieder Posten und Pöstchen innerhalb einer abgeschotteten Clique die völlig irrelevant ist außer eben um realpolitisch den Rahmen für "die bessere Linke" (kritische LINKE, linke SPD) zu geben. Radikal is was anderes. Wolfgang Pohrt schrieb 1983 den Autonomen die Rolle eines "bewaffneten Armes der GRÜNEN" zu. Viel mehr ist seither anscheinend nicht passiert, außer das zusätzlich noch eine Entwaffnung stattfand.

 

Nun ja.

Letztlich, is schon okay. Aber man sollte da inhaltlich doch besser drauf vorbereitet sein als nur bloß hämisch zu höhnen jetzt seie  es aber moralisch um die anderen (Linken) nicht mehr gut bestellt wie sich in der Presse abzeichne. Das ist sowas wie Stimmenfang im Wahlkampf. Mehr nicht.