Gewalttätige Polizeieinsätze gegen friedliche Demonstranten im Wendland

Bild aus Splietau

Minütlich erreichen uns Nachrichten von gewalttätigen Polizeieinsätzen an der Bahnstrecke Lüneburg - Dannenberg gegen friedliche Demonstranten. Dabei werden laut Augenzeugenberichten Wasserwerfer, Gasgranaten, Pfefferspray, Reiterstaffeln und Schlagstöcke eingesetzt. Wir fordern die Gesamteinsatzleitung der Polizei, namentlich Herrn Friedrich Niehörster, auf, den Auftrag, den Castor-Transport in das Zwischenlager Gorleben zu eskortieren, an die Bundesregierung zurück zu geben. Allein die Menge der Demonstranten lässt den Einsatz von verhältnismäßigen und damit rechtsstaatlich legitimierten Einsatzmitteln der Polizei nicht mehr zu, wenn die Polizei an ihrem Auftrag festhält.

 

Das in der Verfassung garantierte Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit muss von der polizeilichen Exekutive höher bewertet werden als die wirtschaftlichen Interessen von vier Atomkonzernen.


Der gesellschaftliche Konflikt um die Nutzung der Atomenergie muss politisch gelöst werden. Dieser Konflikt darf weder auf dem Rücken der protestierenden Bevölkerung noch auf dem Rücken der eingesetzten Polizeibeamten ausgetragen werden.

 

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Bäuerliche Notgemeinschaft
Greenpeace e.V. + x-1000 mal quer + .ausgestrahlt
AG Schacht Konrad +Widerstandsnest Mützingen + ContrAtom + Robin Wood e.V.

Kontakt:
Mathias Edler 0151 - 180 53 404 Greenpeace e.V.
Wolfgang Ehmke BI Lüchow-Dannenberg e.V. 0170 510 56 06
Dirk Seifert, Robin Wood e.V. 0176 48 11 84 42

 

 

Nachtrag

 

Mit Nachdruck wendet sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) gegen die medial weit verbreitete Unterstellung, ein Räumfahrzeug der Polizei sei heute früh im Wald bei Hitzacker "angezündet" worden. Einem Filmbeitrag des NDR (<http://www.ndr.de/home/index.html>) und Fotodokumenten könne man nur entnehmen, wie ein kleiner Flammenherd auf dem Dach des gepanzerten Fahrzeuges erlischt.

 

"Leider werden keine Bilder des harten Polizeieinsatzes gegen die friedfertigen Demonstranten gezeigt, die im Wald- außerhalb der Demo-Verbots-Zone - mit Gas beschossen wurden. "Uns beunruhigt die Vorstellung, dass die Polizei trotz der Erfahrungen bei Stuttgart 21 jedes Maß im Einsatz vergisst", ergänzte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.


Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow - Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20 
29439 Lüchow
<http://www.bi-luechow-dannenberg.de>
Büro: Tel: 05841-4684  Fax: -3197
buero@bi-luechow-dannenberg.de

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Und woher soll denn der kleine Flammenherd kommen? Die bei Stahl schon seit Jahrhunderten bekannte Selbstentzündung?

 

Das ist wieder klassisch hier. Die böse Polizei! Darf dastehen und sich überrennen lassen? Gegen friedlichen Protest und Sitzblockaden hat doch keiner was, aber wer die Polizei angreift, muss mit der Reaktion rechnen.

Seit froh, dass ihr nicht im Mutterland der Demokratie wohnt, dort wären schon längst Gummigeschosse geflogen, mit dementsprechend schwerwiegenden Folgen.

Also, immer schön geschmeidig bleiben, sonst eskaliert es noch richtig!

Die typische Verharmlosung und Verdrehung von Ursache und Wirkung. Der Staat setzt mit seinen Bullen den Castortransport gegen den erklärten Willen der Bevölkerung durch, das ist der Angriff. Dagegen ist Gewalt legitim. Und dein arrogantes "geschmeidig bleiben" kannst du dir sparen, niemand lässt sich hier einreden, dass die Bullen nur reagieren.