"National befreite Zone" Leuna

Gegen Nazis

Nachfolgender Text behandelt die unbeachtete rechte Hochburg Leuna im sachsen-anhaltinischen Saalekreis. Mit der Veröffentlichung wird sich erhofft, dass die untragbaren Zustände in Leuna wenigstens online ein wenig Aufmerksamkeit bekommen.

 

Leuna in Sachsen-Anhalt ist eine kleine Stadt an der Saale, die seit Jahrzehnten ein Problem mit Neo-Nazis und einem allgemeinen rechten Konsens hat, der weit in die Normalbevölkerung eingedrungen ist. Wer nur eine Weile in Leuna lebt, wird früher oder später mit dem braunen Fluch konfrontiert. Schon vor der Wende machten sich in Leuna Neo-Nazis breit und errichteten ohne Widerstand oder sonstige Probleme ihre "national befreite Zone". Seitdem hat sich nichts geändert. Menschen mit ausländischer Herkunft werden und wurden regelmäßig terrorisiert. Dass Menschen mit ausländischer Herkunft in Leuna nicht willkommen sind, zeigt z.B. die Sprengung eines Dönerladens in der Merseburger Straße, ein Molotov-Cocktail Anschlag auf einen asiatischen Laden in der Rathausstraße oder die regelmäßigen Briefkasten-Sprengungen oder Schmierereien an einem Wohnblock in der Friedrich-Ebert-Straße, wo asiatische Studenten und Studentinnen untergebracht sind. Die Neo-Nazis und ihre Propaganda dominieren das Stadtbild. Der zentral gelegene "Haupttorplatz" ist jeden Abend von Neo-Nazis besetzt. Der nicht weit davon entfernte Jugendclub ist ebenfalls Fest in der Hand der Rechtsradikalen und wurde mehrfach für die Nachwuchswerbung benutzt. Vor der Sekundarschule "August-Bebel" kampieren regelmäßig Neo-Nazis, die bereits mehrfach ihre Propaganda verbreiteten oder einfach nur ihre Freunde trafen, wobei wir beim nächsten Problem angelangt wären. Die Leunaer Jugend stört sich nicht daran, dass Leuna fest in der Hand von Rechtsradikalen ist und teilt teilweise ihre Ansichten. Rechter Lifestyle ist in Leuna alles andere als verpöhnt. Es ist keine Seltenheit, dass man auf den Schulhöfen der Leunaer BBS oder der Sekundarschule "August Bebel" Leute mit Thor Steinar, Ansgar Aryan oder restlichen Neo-Nazi Marken sieht oder man die musikalischen Ergüsse von Landser, Sleipnir oder restlichen Neo-Nazi Bands hören muss. Ebenfalls ist es keine Seltenheit, dass man rassistische, antisemitische oder sonstwertig diskriminierende Aussagen von Menschen aus Leuna hört. Bis auf wenige Leute interessiert sich niemand für das Problem, das in Leuna nun schon seit Ewigkeiten besteht. Starke linke Gruppen die effektiv etwas gegen die unzähligen Rechtsradikalen und den rechten Konsens tun könnten, gab es in Leuna zu keiner Zeit. Ebenfalls gab es nie Aktionen der Bürger und Bürgerinnen gegen die Neo-Nazis oder allgemein gegen den rechten Konsens. Ob sich jemals etwas in Leuna änden wird, ist mehr als fraglich. Die Zukunft sieht in der Beziehung für Leuna, wie seit jeher, miserabel aus.

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